Pressemitteilung vom 18. Oktober 2018

Das Schadstoffmobil ist wieder im Burgenlandkreis unterwegs

Gefährliche Abfälle fallen im Haushalt zwar in geringeren Mengen an, doch sollten die Bürgerinnen und Bürger in diesen Fällen die Möglichkeiten einer ordnungsgemäßen Entsorgung im Burgenlandkreis kennen. Zu den Gefährlichen Abfällen aus Haushalten und Gewerbe, welche auf Grund ihrer gesundheits- und umweltgefährdenden Eigenschaften bzw. Konzentrationen gesondert entsorgt werden müssen, zählen u. a. nicht ausgehärtete Lacke und Farben, Lösungsmittel, Dispersionen, Batterien, Klebstoffe, Altöl oder Pestizide.

Die Abgabe von Kleinmengen bis 10 l ist für private Haushalte gebührenfrei auf den drei Wertstoffhöfen möglich. Mehrmengen aus Haushalten sowie Kleinmengen aus gewerblicher Herkunft werden darüber hinaus ebenso, jedoch gebührenpflichtig, auf den Wertstoffhöfen entgegengenommen. Die Annahme erfolgt ganzjährig.

Eine bequeme Entsorgungsmöglichkeit im ländlichen Bereich bietet darüber hinaus das Schadstoffmobil, welches zweimal jährlich im Burgenlandkreis unterwegs ist. Aktuell ist dieses speziell ausgestattete Fahrzeug, welches eine Vielzahl von Standorten anfährt, wieder von Mitte Oktober bis Ende November 2018 für die Bürgerinnen und Bürger im Einsatz. Bei der Abgabe der Abfälle ist unbedingt darauf zu achten, dass diese dem Personal des Schadstoffmobils persönlich übergeben werden. Das vorherige Abstellen der Abfälle am Standort ist verboten. Die Abgabe kann nur in Originalgebinden erfolgen, eine Vermischung der Abfälle ist nicht gestattet.
Alle Termine zur mobilen Entsorgung sowie Informationen zu Gefährlichen Abfällen finden die Bürgerinnen und Bürger im aktuellen Abfallratgeber und auf www.awsas.de.

Pressemitteilung vom 29. Mai 2018

Was „versteckt“ sich in der Schwarzen Tonne?
Aktuelle Restabfallanalyse zeigt das Trennverhalten im Burgenlandkreis

Jeder Bürger kennt sie: die verschiedenen Tonnenarten, welche eine umweltgerechte Sortierung der häuslichen und gewerblichen Abfälle ermöglichen. Die sogenannte „Schwarze Tonne“ wird hierbei für den Restabfall vorgehalten. Doch was genau darf eigentlich in die Restabfalltonne? In die Restabfalltonne gehören ausschließlich alle festen Abfälle, deren Entsorgung nicht über die Gelbe, Blaue oder Braune Tonne, über Glascontainer oder in anderweitiger Form im Bring- und Holsystem der Abfallwirtschaft Sachsen-Anhalt Süd - AöR (AW SAS - AöR) (z. B. Sperrmüll, Elektro- und Elektronikgeräte, Gefährliche Abfälle) erfolgen kann.

Doch was genau findet sich tatsächlich in den Tonnen wieder? Um dies herauszufinden, hat die AW SAS - AöR im September 2017 bzw. Januar 2018 eine Sortieranalyse durch das Witzenhausen-Institut GmbH durchführen lassen. Wesentliche Ziele waren hierbei die Ermittlung von Mengen- und Volumenanteilen vorgefundener Stoffgruppen sowie die Bestimmung des Füllgewichts. Faktoren bei der Zusammensetzung des Restabfalls stellten einerseits der Standort der untersuchten Tonnen wie z. B. innerstädtisch oder ländlich, anderseits auch die Tonnengrößen dar. Unter diesen Aspekten wurden verschiedene Gebiete im Burgenlandkreis ausgewählt, deren Restabfall abgeholt und anschließend in der Lagerhalle des Wertstoffhofes Naumburg mittels Siebverfahren sortiert wurde.

Probenentnahmen Glas, Leichtverpackungen, verpackte Lebensmittel
(Fotos: Witzhausen-Institut GmbH)

Die Analyse hat ergeben, dass sich in den Schwarzen Tonnen mit 31,3 % Gewichtsanteil ein relativ hoher Anteil an organischen Abfällen, insbesondere aus dem Herkunftsbereich von städtischen Großwohnanlagen, wiederfand. Während dabei Gartenabfälle eine untergeordnete Rolle spielten, waren jedoch zumeist haushaltsstämmige Bioabfälle (Küchenabfälle, Speisereste oder sogar verpackte Lebensmittel) festzustellen. Diese gehören korrekterweise in die Biotonne, nachdem sie von der Verpackung befreit wurden.
Weiterhin konnte eine erhöhte Häufigkeit von Elektrokleingeräten und schadstoffhaltigen Abfällen, z. B. Batterien, im Restabfall festgestellt werden. So fanden sich in 77 % der Stichproben Elektrokleingeräte und in 83 % schadstoffhaltige Abfälle wieder. Regulärer Entsorgungsweg für Elektrokleingeräte ist entweder die Nutzung der mobilen Sammlungstour nach vorheriger telefonischer Anmeldung oder die Entsorgung über die Wertstoffhöfe der AW SAS - AöR. Gefährliche Abfälle können sowohl am Schadstoffmobil gemäß Tourenplan oder ebenso auf dem Wertstoffhof abgegeben werden.
Insgesamt enthielt der getestete Restabfall noch ca. 2/5 Wertstoffe wie z. B. Kunststoffe, Glas oder Papier, die bei sorgfältiger Trennung in die Gelbe oder Blaue Tonne bzw. in Glascontainer gegeben werden müssen. Im Vergleich zur Restabfallanalyse im Jahr 2007 ist jedoch der Anteil der meisten Wertstoffe im Restabfall gesunken, lediglich die Menge der Organik ist leicht gestiegen.

Grundsätzlich zeigen die Ergebnisse, dass eine weitere Reduzierung der Restabfallmenge durch bessere Trennung noch möglich ist. Jedoch ist festzustellen, dass sich der Burgenlandkreis bzgl. des Trennverhaltens bereits auf einem hohen Niveau befindet. Dies besagen vergleichbare Analysen durch das Witzenhausen-Institut in anderen Landkreisen. Das Ergebnis ist u. a. auch darauf zurückzuführen, dass die AW SAS - AöR für alle Abfallfraktionen gut aufgestellt ist und ein geschlossenes, flächendeckendes Sammelsystem im Holsystem vorhält und dieses mit Angeboten im Bringsystem ergänzt.
Sortiertipps stellt die AW SAS - AöR in ihrem Abfallratgeber und in derzeit acht weiteren Sprachen auf www.awsas.de (Downloadbereich) bereit. Hinweise werden auch jederzeit im Rahmen der telefonischen Beratung gegeben.

Weitere Informationen sind unter Telefon 034445 223-0 oder per E-Mail an erhältlich.

Pressemitteilung vom 28. Mai 2018

Entsorgungssicherheit Tag für Tag:
Die Abfallwirtschaft im Burgenlandkreis

Sie stehen in blau oder gelb, schwarz oder braun vor jeder Haustür und sind aus dem Alltag nichtwegzudenken: die Abfällbehälter, oder umgangssprachlich: die Mülltonnen. Doch so selbstverständlich die Entsorgung ist, sollte einmal die Frage im Raum stehen: was geschieht eigentlich zwischen Bereitstellung der Tonne und dem Zurückbringen auf das eigene Grundstück? Wer kümmert sich im Burgenlandkreis darum, wohin der Abfall geht und wie er weiterbehandelt wird?
Gemeinsam mit ihren beiden Tochterunternehmen, der Entsorgungsgesellschaft Sachsen-Anhalt Süd mbH (EG SAS) und Bio Komp-SAS GmbH, dem Weißenfelser Kompostwerk, sichert die Abfallwirtschaft Sachsen-Anhalt Süd - AöR (AW SAS) in seiner Funktion als öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger eine zuverlässige Entsorgung aller Abfälle aus Haushalten und haushaltsähnlicher Abfälle von Gewerbebetrieben.
Am Tag der Daseinsvorsorge, dem 23. Juni, ruft die AW SAS dazu auf, diese Leistungen ganz bewusst wahrzunehmen. „Wie viele andere kommunale Unternehmen sichern unsere rund 170 Beschäftigten der AW SAS und ihrer Tochterunternehmen mit ihrer täglichen Arbeit die elementaren Leistungen der Daseinsvorsorge ab, um zu einer hohen Lebensqualität für alle Bürger beizutragen.“, bekräftigt Henrik Otto, Vorstandsvorsitzender der AW SAS - AöR. Kernaufgabe ist die Sammlung, Beförderung und Behandlung von Abfällen, aber auch die Planung, Errichtung und der Betrieb aller dazugehörigen abfallwirtschaftlichen Anlagen.
Wenn sie Entsorgungsleistungen in Anspruch nehmen möchten, können alle Bürger und Gewerbetreibende im sogenannten Holsystem auf ein flächendeckendes Angebot zurückgreifen. Den Service der haushaltsnahen Abholung bietet die AW SAS für die verschiedensten Abfallarten: neben den Leichtverpackungen und stoffgleichen Nichtverpackungen, Papierabfällen, Restabfall und Bioabfall in ihrem jeweiligen Abfallbehälter werden innerhalb dieses Systems nach telefonischer Anmeldung auch Sperrmüll, Elektrogeräte, Alttextilien und Altmetalle abgeholt. Im ländlichen Bereich erfolgt zudem zwei Mal jährlich eine Abholung gefährlicher Abfälle. So wurden in 2017 rund 8.220 Tonnen Abfälle aus der Gelben Tonne, knapp 22.805 Tonnen Bioabfall, knapp 9.755 Tonnen Papier und über 20.300 Tonnen Restabfall vom Grundstück abgeholt. Zudem nahm die AW SAS bspw. im Jahr 2017 rund 14.500 Sperrmüllaufträge und 7.500 Aufträge für Elektroschrott an. Mit ihren Aufgaben beweist die AW SAS jeden Tag regionale Verantwortung und Bürgernähe, denn die Entsorgung funktioniert reibungslos und vor allem überall - in der verkehrsreichen Innenstadt genauso wie in abgelegenen Regionen.

Sollte einmal Mehrbedarf an Entsorgungsleistungen bestehen oder Abfälle anderer Art anfallen, so können die Bürger zudem auf ein starkes, gut ausgebautes Netz im sogenannten Bringsystem zurückgreifen. Mit 3 Wertstoffhöfen, 10 Annahmestellen für Grün- und Astschnitt, 2 Kompostplätzen, dem Umladeplatz am Standort Nißma sowie mit der Deponie Nißma wird ein dichtes Annahmenetz geboten.
Die Beschäftigten der EG SAS, insbesondere die „Männer vor Ort“, die Fahrer und Beimänner auf den Entsorgungsfahrzeugen, kümmern sich Tag für Tag zuverlässig darum, den Abfall im gesamten Landkreis einzusammeln. Über 40 Entsorgungs- und Servicefahrzeuge fahren dafür rund 3.500 km pro Tag und holen durchschnittlich täglich ca. 310 Tonnen Abfälle aus Haushalten und Gewerbe ein.
Ein wichtiger Baustein bei der Pflicht zur Wiederverwertung von Abfällen stellt seit seiner Inbetriebnahme im Jahr 1999 das Kompostwerk Weißenfels dar. Dank des Werkes ist eine hochwertige Verwertung des Bioabfalls mit Methangaserfassung sowie Verstromung möglich. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: aus dem angelieferten Bioabfall und dem Grün- und Astschnitt wurden in 2017 rund 4.400.000 m³ Gas und ca. 6.626.000 kwh Strom produziert.
Gemeinsam mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sehen es die AW SAS sowie ihre Tochterunternehmen EG SAS und Bio Komp als tägliche Aufgabe an, bürgernah und zuverlässig für die Einwohner im Burgenlandkreis da zu sein. Strategien für eine effiziente Kreislaufwirtschaft unter Berücksichtigung des demographischen Wandels und der Gebührenstabilität prägen dabei das zukunftsorientierte Handeln.

Weitere Informationen sind auf www.awsas.de, unter Telefon 034445 223-0 oder per E-Mail an erhältlich.

Neu: Tourenpläne als App!

Alle Tourenpläne finden Sie in gewohnter Weise für den Jahrgang 2018 auf diesen Seiten.
Neu für Smartphones ist die kostenlose App "Müllabfuhr", welche Sie nach Eingabe von Ort und Straße an den jeweiligen Entsorgungstermin - und das ganz bequem auch unterwegs - erinnert. So vergessen Sie keinen Entsorgungstermin!

Benutzen Sie zum Installieren auf Ihrem Handy ganz einfach den hier gezeigten QR-Code (Android), oder die Schalter darunter.

Angebote der Abfallwirtschaft 
Sachsen-Anhalt Süd - AöR für Grundschulen

Wohin mit dem leeren Joghurtbecher? Wieviele Plastiktüten „verbraucht“ ein Mensch pro Jahr? In welchen Container wirft man eigentlich eine blaue Glasflasche? Und wieviel Abfall sparen wir überhaupt bei der Benutzung einer Mehrwegflasche? Diese oder ähnliche Fragen bestimmen den Alltag von Erwachsenen und auch von Kindern. Antworten hierauf gibt es bei einer Führung über den Wertstoffhof. Als regionaler Ansprechpartner im Bereich der Abfallwirtschaft ist die AW SAS - AöR bemüht, vor allem Grundschulkinder frühzeitig für das Thema „Abfall“ zu sensibilisieren. Besonders aus Sicht der Ressourcenschonung und des verantwortungsvollen Umgangs mit der Natur ist eine Aufklärung sehr bedeutend, weshalb die Themen Abfallvermeidung und -verwertung ihren festen Platz im Unterricht finden sollten. Die AW SAS - AöR bietet sachkundige Führungen über die Wertstoffhöfe in Weißenfels, Zeitz oder Naumburg an, bei denen die einzelnen Abfallarten sowie die Bedeutung des Recyclings im Vordergrund stehen. Zum anderen ermöglicht eine Führung im Kompostwerk Weißenfels den speziellen Einblick in die Kompostierung von Bioabfällen sowie Grün- und Astschnitt.

Einige Hinweise zur Organisation: Um für die Schule und auch für unsere täglichen Geschäftsabläufe optimale Rahmenbedingungen zu schaffen, ist eine rechtzeitige Anmeldung sehr wichtig. Die Gruppengröße je Führung sollte bei max. 15 Kindern liegen, ggf. ist hierfür eine Schulklasse vor Ort zu teilen. Sollten wir Ihr Interesse geweckt haben, danken wir für Ihren Anruf unter 034445 223-15. Wir freuen uns auf Sie bzw. Euch!