Broschüre Abfallratgeber 2019 – Bitte um Beachtung!

In allen drei Ausgaben der Broschüre „Abfallratgeber“ (Naumburg, Weißenfels und Zeitz) kann es in Einzelfällen zu Fehlheftungen der Broschüre kommen. Die Tourenpläne selbst sind korrekt dargestellt, allerdings wurden die jeweiligen Seiten in einigen Heften während des Druckvorgangs falsch zusammengeheftet. Um die termingerechte Bereitstellung der Behälter zu gewährleisten, bittet die AW SAS - AöR alle Nutzer des „Abfallratgebers“, ihre zugestellte Broschüre bei Übernahme der Entsorgungstermine auf korrekte Seitenzahlen zu überprüfen. Sollte ein Fehlexemplar vorliegen, wird bei Bedarf selbstverständlich ein neuer Abfallratgeber zugestellt. Ihr Kontakt: Telefon 034445 223-15 oder E-Mail: abfallwirtschaft@awsas.de.

Tag der Daseinsvorsorge: Blick hinter die Kulissen einer täglich funktionierenden Ver- und Entsorgung

Morgens noch schnell duschen und eine Wäsche anstellen, am Abend die geleerten Mülltonnen wieder auf das Grundstück stellen: jeden Tag nehmen Bürgerinnen und Bürger grundlegende Güter und Dienstleistungen kommunaler Unternehmen in Anspruch. Die Leistungen der Wasserversorgung, Abwasserentsorgung, Abfallwirtschaft und Stromerzeugung stellen einen wichtigen Grundpfeiler der öffentlichen Daseinsvorsorge dar.

Auch die kommunalen Unternehmen Abfallwirtschaft Sachsen-Anhalt Süd - AöR (AW SAS), mit ihren beiden Tochterunternehmen Entsorgungsgesellschaft Sachsen-Anhalt Süd mbH (EG SAS) sowie Bio Komp-SAS GmbH (Kompostwerk Weißenfels) und der Zweckverband für Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung Bad Dürrenberg (ZWA) leisten als verlässliche Ansprechpartner vor Ort täglich einen wichtigen Beitrag zum funktionierenden Alltag der Menschen. Was sich hinter sauberem Trinkwasser in Lebensmittelqualität, umweltverträglicher Reinigung des Abwassers und hinter regelmäßig geleerten Mülltonnen „verbirgt“, möchten die beiden kommunalen Unternehmen den Schülern der 3. Klasse der Grundschule Lützen und der 5. Klasse der Freien Schule Lützen am Freitag, 21. Juni 2019, anlässlich des Tages der Daseinsvorsorge im Wasserwerk Lützen vorstellen.

Schmutzwasser aus Waschmaschine und Co. und auch Regenwasser fließen über knapp 500 km Kanalnetz in die modernen Kläranlagen des ZWA. Abwasserbehandlung bildet die Grundlage für einen umfassenden Gewässerschutz und damit den Ausgangspunkt für einen funktionierenden Naturkreislauf, sodass die Gewässer der Natur wiederum für die Trinkwassergewinnung genutzt werden können. Mehr als 99 % der Bevölkerung Deutschlands sind an zentrale Trinkwasser-Verteilungsnetze angeschlossen und genießen so jeden Tag hochwertiges Trinkwasser aus verschiedenen Quellen. Das Trinkwasser für die Stadt Lützen wird bspw. aus Grundwasser gewonnen und im dortigen modernen Wasserwerk für die Endverbraucher aufbereitet.

Aus dem Alltag der Bürger ebenso wenig wegzudenken ist eine flächendeckende Entsorgung aller Abfälle aus Haushalten und haushaltsähnlicher Abfälle von Gewerbebetrieben. Kernaufgabe der AW SAS stellt die Sammlung, Beförderung und Behandlung von Abfällen, aber auch der Betrieb aller dazugehörigen abfallwirtschaftlichen Anlagen dar. Entsorgungsleistungen umfassen die haushaltsnahe Abholung von Leichtverpackungen und stoffgleichen Nichtverpackungen, Papierabfällen, Restabfall und Bioabfall sowie Sperrmüll, Elektrogeräten, Alttextilien, Altmetallen und Gefährlicher Abfälle. Über 40 Entsorgungs- und Servicefahrzeuge sammeln dafür täglich auf rund 3.500 km durchschnittlich ca. 310 Tonnen Abfälle aus Haushalten und Gewerbe ein. Ein Mehrbedarf an Entsorgung sichern die Wertstoffhöfe, das dichte Annahmenetz für Grün- und Astschnitt sowie der Standort Nißma mit Deponie, Umlade- und Kompostplatz. Ein wichtiger Baustein bei der Pflicht zur Wiederverwertung von Abfällen stellt seit seiner Inbetriebnahme im Jahr 1999 zudem das Kompostwerk Weißenfels dar. Dank des Werkes ist eine hochwertige Verwertung des Bioabfalls mit Methangaserfassung sowie Verstromung möglich.

Trinkwassergewinnung, Abwasserreinigung und Abfallentsorgung - ein Kraftakt, welcher optimale Organisation sowie Expertise voraussetzt und dabei Zukunftsdenken im Sinne einer effizienten Kreislaufwirtschaft, des demographischen Wandels und der Gebührenstabilität beweist.

Geruch und „Leben“ in der Biotonne

Sommerzeit ist Madenzeit – oder doch nicht? Mit einfachen Tricks lassen sich so manche Gerüche und auch Maden vermeiden.

Hygiene- und Reinigungstipps

Vortreffliche Helfer, die in nahezu jedem Haushalt zu finden sind, stellen Essigwasser und Natron dar. Essigwasser sollte zum Vorbeugen eingesetzt werden. Vorzugsweise sollten Sie den Rand der Biotonne wöchentlich abwischen. Dies verhindert, dass Fliegen hier ihre Eier ablegen. Zur Reinigung und damit als Vorbeugung von unangenehmen Gerüchen hilft der Einsatz von Haushaltsnatron.
Darüber hinaus finden Sie im Baumarkt Mittel für mehr Hygiene in der Biotonne. Sogenanntes Biotonnenpulver, meist auf Basis von Gesteinsmehl, ist kompostierbar und biologisch abbaubar, es verhindert die Entstehung von Schimmelpilzen und überdeckt die Zersetzungsgerüche in den Küchenabfällen. Auch handelsüblicher Kalk aus dem Baumarkt ist ein bewährtes Mittel zur Vorbeugung von Maden. Bitte achten Sie zudem, sofern möglich, auf einen schattigen Standort Ihrer Biotonne.

Vorbeugen beginnt beim Vorsortieren in der Küche

Damit es garnicht erst so weit kommt, sollte beim Befüllen das ein oder andere beachtet werden. Es ist zu empfehlen, den jeweiligen Vorsortierbehälter mit Zeitungspapier auszulegen, geschlossen zu halten und regelmäßig zu entleeren – denn auch bereits im Haus können Fliegen ihre Eier auf den Bioabfall legen.
Um Geruchsbelästigungen und Madenbefall vorzubeugen, ist das Binden der anfallenden Flüssigkeit in der Biotonne wichtig. Zeitungspapier auf dem Tonnenboden hilft, Flüssigkeit zu binden und die Geruchsbildung zu vermindern. Zudem sollten Sie den Bioabfall vor der Entsorgung in die Biotonne in Papier einwickeln. Rasenschnitt sollte aufgrund seines hohen Feuchtigkeitsgehalts vor dem Einbringen in die Tonne abtrocknen.

Wichtiger Hinweis: Die Nutzung von biologisch abbaubaren Plastiktüten ist im Burgenlandkreis nicht erlaubt, denn diese können während des Kompostierungsprozesses im Kompostwerk Weißenfels nicht vollständig abgebaut werden.